Nephrologie

Der Nephrologe untersucht die Funktionsweise der Nieren und beurteilt insbesondere bei gestörter Funktion die Risiken für die Nieren. Störungen der Nierentätigkeit lassen sich häufig nur am Auftreten von Blutzellen (Erythrozyten) oder Eiweiß (Protein) im Urin oder an einer Erhöhung der Nierenwerte (z.B. Kreatinin) im Blut erkennen.

Auffällige Befunde oder Symptome werden vom Nephrologen abgeklärt, eine Diagnose gestellt und Therapieempfehlungen gegeben z.B. bezüglich Medikamenteneinnahme, Ernährung oder Lebensführung. Bei chronischen Nierenerkrankungen wird festgelegt, in welchen Zeitabständen Kontrollen der Blut- und Urinbefunde erfolgen sollten.

Ist die Nierenfunktion deutlich eingeschränkt, treten Begleiterkrankungen auf wie z.B. erhöhter Blutdruck oder Störungen der Blutbildung durch einen Mangel an Erythropoetin ( stimuliert die Blutbildung im Knochenmark). Weiterhin kommt es zu Störungen des Knochenaufbaus, des Gleichgewichts der Mineralstoffe und des Säure-Basenhaushalts im Blut. Die Behandlung dieser Begleiterkrankungen ist eine wichtige Aufgabe des Nephrologen und kann das Fortschreiten der Nierenerkrankung verlangsamen.